Großes Ehrenzeichen der Republik Österreich für Landschaftsschützer Christian Schuhböck

Erhielt der „Alliance“ – Generalsekretär im  Vorjahr aufgrund seines Einsatzes um die Erhaltung der Grinzinger Weingarten-Kulturlandschaft noch den Orden der Grinzinger Weinritter, wurde ihm nun sogar eine der höchsten Auszeichnungen der Republik  Österreichs zuteil.

Mit Entschließung des Bundespräsidenten wurde Herrn Dipl. Ing. Christian Schuböck, Generalsekretär der Natur-, Kultur- und Landschaftsschutzorganisation „Alliance For Nature“, am 21. Januar 2009 im Marmorsaal des Regierungsgebäude das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verleihen. In der offiziellen Begründung heißt es u.a.:

Bereits als Student setzte sich Herr Dipl. Ing. Christian Schuhböck für die Erhaltung und den Schutz des Natur- und Kulturerbes in Europa ein und gründete hierfür die „Alliance For Nature“, die er seither als Generalsekretär leitet.  1988/89 organisierte er die Initiative „Rettet das Dorfertal“ um einerseits die Ostalpen vor dem größten geplanten Speicherkraftwerk zu bewahren und andererseits den Nationalpark Hohe Tauern auch auf Tiroler Boden zu ermöglichen. Ebenso im Kampf gegen das Donau-Kraftwerk bei Hainburg und für den Nationalpark Donau-Auen östlich von Wien erwarb sich der Wiener in den 80er und 90er Jahren seine Verdienste.

Seit 1990 arbeitet der Landschaftsökologe im Sinne der UNESCO „Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“ und trug wesentlich zum Beitritt Österreichs zur Welterbe-Konvention 1993 bei.

Erstmals in der österreichischen Naturschutz-Geschichte wandte Herr DI Christian Schuhböck in den 90er Jahren nicht den „Nationalpark“ sondern das  „Welterbe“ als Schutzinstrument an, um eine Natur- und Kulturlandschaft vor einem großtechnischen  Eingriff zu bewahren.

Denn im Landschafsschutzgebiet „Semmering-Rax-Schneeberg“ sollte ein 22 km langer Basistunnel errichtet werde, der die Semmeringbahn ersetzen würde. Selbst eine Klage und der damit verbundene Prozess wegen seiner öffentlichen Berichterstattung über die Gefährdung des Wasserhaushaltes hielten Herrn DI Christian Schuhböck nicht davon ab,  gegen das umstrittene Projekt mit Erfolg  anzukämpfen. 1998 gelang es ihm, die Semmeringbahn mit ihrer landschaftlichen Umgebung in den Kreis der Welterbestätten zu führen. Die Semmeringbahn ist die erste Eisenbahn weltweit, die von der UNESCO zum „Welterbe der Menschheit“ erklärt wurde. Im Jahr 2000 wurde durch seine Initiative die Wachau zum Welterbe erklärt.  Herr Dipl. Ing. Christian Schuhböck  hat diese zwei Welterbestätten gegründet und damit ehemals gefährdete Landschaften bzw. Kulturdänkmäler in Österreich unter den Schutz der internationalen Staatengemeinschaft gestellt.

Auch außerhalb der Grenzen Österreichs hat Herr Dipl. Ing.  Christian Schuhböck für den Schutz herausragender Natur- und Kulturlandschaften gesorgt:  So hat er dazu beigetragen, dass 2001 die Hochgebirgsregion rund um den Aletschgletscher samt Jungfrau,  Mönch und  Eiger in den Berner Alpen zum Weltnaturerbe ernannt wurde und auf sein Betreiben hin wurde diese Welterbestätte 2007  sogar um die großen Bergmassive Blümlisalp und Wetterhorn erweitert. Die Initiativen von Herrn DI Christian Schuhböck haben bereits weltweite Vorbildwirkung:

  • 1999 wurde die indische Darjeeling-Himalaya-Eisenbahn zur zweiten Eisenbahn-Welterbestätte erklärt.
  • 2008 wurde die rätische Bahn in der Schweizer Kulturlandschaft Albula/Bernina zur dritten Eisenbahn-Welterbestätte ernannt.
  • 2002 wurde Deutschlands Fluß- und Kulturlandschaft des oberen Mittelrheintales in die UNESCO-Welterbe Liste aufgenommen.

Für seinen ausdauernden und gewissenhaften Beitrag zum Schutz und zur Wertsteigerung des natürlichen und kulturellen Erbe Europas wurden Herrn DI Schuhböck im Jahr 2002 die „Europa Nostra Medal of Honour“ von seiner königlichen Hoheit Prinz Henrik von Dänemark (als Präsident von Europa Nostra) im Beisein von Königin Margarete II. verliehen.

Der CDG gratuliert dem Ausgezeichneten herzlich.